20.05.2012

Tarbek

Die Gemeinde Tarbek ist eine kleine ländliche Gemeinde mit etwa 170 Einwohnerinnen / Einwohnern, hat aber eine flächenmäßige Ausdehnung von 10 km2. Sie ist weitgehend landwirtschaftlich strukturiert, denn im Ort sind nur wenige Gewerbebetriebe ansässig. Seit jeher sind die Gemeindevertretungen gehalten, mit den ihnen zur Verfügung stehenden knappen Haushaltsmitteln sorgsam umzugehen. Gemeindevertretung und Bürgerinnen/Bürger sind aber bestrebt, den ländlichen Charakter des Ortes zu erhalten.

Dementsprechend gering war die Neubautätigkeit in den letzten Jahren. Es stehen allerdings Flächen für die Errichtung von Wohnhäusern zur Verfügung.

Die Gemeinde besteht aus zwei Ortsteilen. Der Ortsteil Alt-Erfrade ist ein großes landwirtschaftliches Gut im Besitz der Hansestadt Hamburg. Es gliedert sich auf in die verpachtete Landwirtschaft und die eigene Forstverwaltung. Diese Gegend bietet dem Betrachter einen vielfachen Kontrast. Große Flächen an intensiv bewirtschaftetem Ackerland wechseln ab mit viel Grünland und Moorgebieten und diese wiederum mit ansehnlichen Laub- und Nadelwäldern mit sehr altem Baumbestand.

Auch in dem Gemeindegebiet Tarbek wird seit kurzem umfangreich Kiesabbau betrieben. Weitere mehrere hundert Hektar große Flächen sind dafür geeignet.

Der Eigenjagdbezirk Alt-Erfrade beheimatet eine Vielzahl von Hoch- und Niederwildarten.

Das Dorf Tarbek, gelegen am Fuße des Grimmelsberges, besteht aus einer Anzahl stattlicher landwirtschaftlicher Gehöfte und Einzelhäuser. Das Wahrzeichen Grimmelsberg als markantester Punkt in einer wechselvollen Landschaft liegt mit 83 m über dem Meeresspiegel. Er ist damit der dritthöchste Punkt im Kreis Segeberg. Bei klarer Sicht hat man einen herrlichen Weitblick über unsere Holsteinische Landschaft bis zu den umliegenden Städten Neumünster, Bad Segeberg und sogar bis zum Bungsberg und Kiel. Erwähnenswert sind aber auch noch die zahlreichen Hünengräber in der Nähe des Grimmelsberges an der nordöstlichen Gemeindegrenze. Tarbek ist eine Gemeinde, in der man gerne lebt und wohnt und wo man noch Ruhe und Abgeschiedenheit finden kann.

 

 

Das Wappen der Gemeinde Tarbek

Für die Wappenbeschreibung gilt folgender offizieller Wortlaut: "In Blau ein goldener, abgeflachter, beiderseits leicht eingebogener Hügel, der mit einem goldenen Steingrab bestanden ist. Im Hügel ein großer blauer Tropfen."

Tarbek wird erstmals 1305 in einer Urkunde des Bistums Lübeck "terbecke" genannt. Der Ort liegt an einem ehemaligen kleinen Bach, der als winzige Quelle dem Boden entsprang, nur wenig Wasser führte und bald im Heidesand versickerte. Von dem Bächlein wird der Ort seinen Namen erhalten haben: Ter-tar heißt "Tropfen", also Terbecke – "tropfender Bach". Der im Wappen dargestellte Hügel steht für den Grimmelsberg, das Steingrab für die zahlreichen Hünengräber in seiner Nähe.

 

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